iPhone - Safari

Die Zukunft des mobilen Web sieht rosig aus für Apple. Steve Jobs verkündete auf der (wie immer zelebrierten) Developer Keynote, dass das iPhone eine komplette Safari Installation beinhaltet. Das ermöglicht es jedem Entwickler/Startup/Hobby-Tüftler/… moderne Web-Anwendungen auf das iPhone zu bringen. Das mag im ersten Augenblick unspektakulär klingen ist aber wieder mal weit nach vorne gedacht. In einem vergangenen Blick auf das neue Netz hatte ich über bereits über mobile Schnittstellen zum Web gesprochen:

“… Alles was der zukünftige Kommunikator leisten muss, ist eine intuitive Schnittstelle zum großen Bruder zu schaffen. Eine intuitive Schnittstelle zu den Informationen und aktuellen Diskussion der Welt …”

Diese Voraussetzungen sind somit gelegt. Apple tritt hier als Integrator auf, der mobile Plattform bereit stellt, für die jeder mit geringem Aufwand Anwendungen schreiben kann. Die Vorteile gegenüber überladenen Plattformen wie Java (J2ME) liegen auf der Hand:

  • Jeder Web-Entwickler ist in der Lage eine iPhone Anwendung zu schreiben
  • Keine Installation – Einfach auf eine Webserver laden und starten
  • Das Testen der Anwendung kann ganz einfach auf Windows oder Mac auf dem Safari stattfinden
  • Standard basiert (XHTML, Javasctipt, CSS etc. sind alles etablierte Webstandards)
  • Anwendungen können auf iPhone Services zugreifen (Anruf starten, …)

Apple macht auch also mal wieder einiges richtiger als der Rest. Das meint auch Michael James:

“Wanna write for apps for the iPhone? Make them web apps that work on Safari. Done. That is a bold idea. Very forward thinking. A whole new product with the opportunity for a whole new platform. But instead Apple chooses simple and familiar: HTML and Javascript. Tens of millions of developers already know it.”


9 Comments


  1. iPhone News said on 14.06.2007

    Erstes Update für Windows Safari…

    Nicht mal eine Woche gibt es die Beta 3 von Safari für Windows, schon ist das erste Update verfügbar.
    Die neue Versionsnummer ist 3.01.
    Über Verbesserungen kann ich leider nichts berichten.
    Ich kann ihn aber auch nicht testen, da ich kei…


  2. crashkid said on 14.06.2007

    Anwendungen können auf iPhone Services zugreifen (Anruf starten, …)

    Ich finde das wirklich bedenklich. Man muss auch an boesartige Software denken, wenn man solche Funktionen implementiert. Was, wenn eine Anwendung gezielt teure 0900-Nummern anruft oder vergleichbare Dinge mit dem iPhone anstellt? Fremde Entwickler auf die Grundfunktionen des Telefons zugreifen zu lassen erscheint fuer mich reichlich bedenklich – wenn auch sehr interessant. Zumindest aus der programmiertechnischen Sichtweise.

    Es ist wieder einmal das Spiel mit dem Feuer. Sehr gefaehrlich, aber viel zu faszinierend um es bleiben zu lassen.


  3. Matthias Wagler said on 14.06.2007

    Klar die Sicherheit ist ein wichtiger Aspekt. Gerade auf dem Telefon, wo man sich im Jamba/Klingelton/Dialer-Dschungel bewegt scheint die Gefahr groß, dass solche Sicherheitslücken ausgenutzt werden.

    Aber! Dickes aber! Hier könnte man mit vermeintlich einfachen Mitteln schon einiges erreichen. Stichwort Semantic Web und Microformats. Denn baut man in eine iPhone-Web-Anwendung solche Microformats ein, dann könnte das iPhone diese automatisch erkennen und darauf reagieren.

    Mal ein dummes praktisches Beispiel. Du entwickelst eine lokale Suchmaschine für Espresso-Bars für das iPhone. Ruft man die Startseite der Anwendung auf, bekommt man alle Espresso-Bars in 10 km Umgebung aufgelistet.

    Jetzt könnte man über Microformats jeder Espresso-Bar “unsichtbare” Informationen anhängen, so dass das Telefon automatisch erkennt, dass es sich um eine Adresse bzw. Telefonnummer handelt.

    Das iPhone könnte dann die Espresso-Bar mit einem einzigen Klick anrufen ohne dass man die Nummer erst markieren, in die Zwischenablage kopieren und anrufen muss. Ausserdem könnte man über ein Kontextmenü, die Adresse der Bar mit einem Klick ins Telefonbuch befördern. Das ist zwar keine tiefe Integration aber der Mensch könnte das Telefon intuitiver nutzen.

    Dies geht bei Microformats im Falle von Visitenkarten (Adressbuch hinzufügen), Events bzw. Kalendern (Zum Kalender hinzufügen), Bewertungen etc.

    Das wäre eine standardbasierte Lösung, die dem Anwender das Leben vereinfacht und keine große Sicerheitslücke darstellt.

    Puh, was für ein Kommentar :-)
    Was hälst Du davon?


  4. crashkid said on 14.06.2007

    Microformats sind eine klasse Sache und fuer dein Vorhaben sicherlich auch geeignet. Darum ging es mir aber eigentlich gar nicht. Ich zielte bei meinem Beitrag oben eher auf Scriptsprachen ab.

    Die Entwickler des iPhones muessen dafuer Sorge tragen, dass Scriptsprachen wie beispielsweise Javascript, welches beim iPhone zum Einsatz kommen soll, nicht, und sei es auch ueber Umwege, an die telefoninternen Funktionen herankommt.

    Findet sich irgendeine Luecke, dann steht einem Menschen mit boeser Absicht Tuer und Tor offen um solche Funktionen ausnutzen zu koennen. Fremde Nummern anrufen ist nur ein Punkt davon. Telefonbuecher auslesen, Kontakte loeschen, Terminkalenderdaten ausspaehen – all das scheint im Bereich des Moeglichen zu liegen. Auch und insbesondere AJAX machts moeglich. Damit kann man im Hintergrund beliebig mit Internetservern kommunizieren und Inhalte sowohl vom Server beziehen als auch an den Server uebertragen – ohne dass der Anwender davon etwas mitbekommt.

    Es wird ein wichtiger Punkt sein die Gefahrenquellen, welche von Scriptsprachen ausgehen, auszuschliessen respektive diesen den Zugang auf die telefoninternen Funktionen komplett zu verwehren. Sonst droht dem iPhone vielleicht schon bald der erste(?) Handyvirus/-wurm/-downloader. Das oeffentliche Aufsehen waere fuer Apple in diesem Fall dann aber wohl doch eher negativ.


  5. Matthias Wagler said on 15.06.2007

    Da hast Du natürlich Recht. Der IE hat ja in der Vergangenheit wegen seiner Verwebung mit dem Betriebssystem auch schon einige Sicherheitslücken offenbart. Hier muss Apple eben für eine stabile Plattform sorgen. Immerhin ist die Basis von Safari ein Open Source Projekt. Das ist meiner Meinung nach ein Vorteil. Da in einer Open Source Community ein andere Umgang mit Bugs und Sicherheitslücken gepflegt wird. Diese werden meist schneller behoben als in kommerzieller Software. Firefox ist da ja ein sehr positives Beispiel.

    Nichtsdestotrotz finde ich den Microformats Ansatz interesssant. Apple könnte auch noch weitere Microformats entwickeln, auf die das iPhone intelligent reagieren könnte.


  6. [...] dem Hype um das iPhone tauchen immer mehr Tools und Anwendungen auf die diversen Sensoren auch anderer mobilen [...]


  7. design » Test again test again said on 13.01.2008

    [...] dem Hype um das iPhone tauchen immer mehr Tools und Anwendungen auf die diverse Sensoren auch anderer mobilen Endgeräte [...]


  8. [...] Having talked about this before I still think porting Webkit/Safari to the iPhone is one of the most intelligent decisions made by Apple in the last years. Kontra also has a good point about that: “Apple’s ‘RIA runtime’ is turning out to be WebKit. With the upcoming MobileMe apps Apple’s arguing that an Ajax-based UI in a web browser can be as effective as a desktop app or an RIA delivered via Flash. In other words, Apple is saying: if you want to natively deliver an app for the iPhone use Cocoa Touch and if you’re reaching for cross-platform ubiquity (including on the iPhone with Safari mobile) use Ajax. Not a complicated proposition.” – Kontra [...]


  9. [...] dem Hype um das iPhone tauchen immer mehr Tools und Anwendungen auf die diverse Sensoren auch anderer mobilen Endgeräte [...]

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