
Photo by s3a
Jetzt ist es soweit. Amazon launcht in den USA die Beta-Version eines eigenen Shops für digitale Musik. Im Gegensatz zum iTunes Store gibt es dort allerdings MP3′s, und das teilweise auch noch für weniger Geld. 2007 könnte also als das Jahr in die Historie eingehen, in dem DRM starb. Zumindest für die Musikwelt. Somit löst sich eines der letzten großen Argumente gegen digitale Musik in Bits und Bytes auf.
Digitale Musik wird Standard
MP3 wird dann wohl die CD als wichtigstes Musikmedium ablösen. Was nicht bedeutet, dass alte Medien vollkommen aussterben werden. Trotz meiner Einkäufe im iTunes Store stöbere ich ebenso gerne in Plattenkisten. Denn aus meiner Sicht hat die digtiale Musik im Moment noch einige entscheidende Nachteile:
- Wertigkeit:
Haptik und Wiedererkennungswert eines Platten- bzw. CD-Covers sind im Moment in keinster Weise mit der eines MP3-Stücks aus dem Netz zu vergleichen. - Gefühl für Menge:
Das geht bei einer digtialen Musiksammlung vollkommen verloren.
Wo bleibt die Innovation?
Was mich deshalb etwas erschreckt, ist die Stand der Dinge im User-Interface-Bereich, wenn es um digitale Musik geht. iTunes hat das Abspiel- und Sammelverhalten von Musikliebhabern, als einer der wenigen Musik-Playern, entscheidend verändert. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass Coverslide das Ende der Fahnenstange sein soll.
Doch wie kann man die Wertigkeit von Musik auf dem Rechner oder auf dem mobilen Minicomputer aufwerten? Kann das über das User Interface passieren? Oder werden Zusatzservices oder gar direkter Kontakt zu den Künstlern (MySpace) in Zukunft den Mehrwert der digtialen Musik darstellen? Brauchen die kommenden Generationen überhaupt noch so etwas wie Coverbilder? Hier gibt es jedenfalls viel Platz für Innovation, den die sehr zaghafte Musikindustrie jedenfalls nicht nutzt.



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