
Ausgangspunkt
“Das Web ist von einer Präsentations-Plattform zu einem gigantischen, von jederman reprogrammierbaren Computer geworden.”
…wird man in der neuen brand eins belehrt. Mashups (quasi die ersten Versuche, dieser Reprorammierung) schiessen aus dem Boden, so dass zwischenzeitlich sogar Blogs entstehen, die sich alleine mit dem Auflisten der neuesten dieser Mashups beschäftigen.
Beobachtung
Das Web wird also immer mehr zur Anwendungsplatform, wobei jeder der sich am Besitz eines PC’s erfreut, mitgestalten und -programmieren kann. Gerade Google spielt bei dieser Entwicklung eine große Rolle. Kein anderes Unternehmen legt Schnittstellen, Datenquellen und Dienste in solcher Anzahl für die Öffentlichkeit frei wie das große G. Google nutzt auf diese Weise natürlich auch die kollektive Intelligenz der Web2.0-Bastler zur Auffindung neuer Anwendungsmöglichkeiten für vorhandene Dienste und Daten.
Doch nicht nur Google bietet interessante Dienste und Widgets an. Auch das MIT entwickelt mit dem Timeline Projekt einen interessanten Dienst. Dabei handelt es sich um eine Art Google Maps für Zeitleisten. Denn Informationen lassen sich ja nicht nur auf dem Globus verorten, sondern tragen auch meist Zeitinformationen frei Haus mit sich herum. Die Oberfläche ist sehr variabel und interaktiv bedienbar.
Experiment
Ich habe das Ganze kurzerhand zum Gegenstand eines Experiments erklärt und unser Blog zur XML-Datenquelle für das Timeline Widget umgebaut.
Ergebnis
Heraus kommt eine Zeitleiste zur chronologischen Visualisierung von Blogposts. Vielleicht werden Zeitleisten in Zukunft ein ähnlich integraler Bestandteil von Webseiten wie Sitemaps. Man kann auf jeden Fall auf neue Anwendungsgebiete gespannt sein.
Es fehlt allerdings noch das Pinching zur Interaktion mit der Zeitleiste. :-)


