Die Zukunft unserer Energieversorgung ist formbar.

Deutschland ist im Bereich Energie einen neuen Weg gegangen. Die Förderung der erneuerbaren Energien und der letztlich schnell vollzogene Ausstieg aus der Kernenergie waren mutige Schritte. Der beschleunigte Zuwachs von erneuerbaren Energien sowie die teils veraltete Übertragungsinfrastruktur, bringt neue Konzepte, Produkte und Organisationsformen hervor.

Der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit von Rohstofflieferanten sorgen ebenso wie neue Energiekonzepte für die Mobilität, für eine tiefergehende Verflechtung der Versorgungsinfrastruktur.Der Status quo ist ein ebenso fragiles wie formbares System – politisch, marktwirtschaftlich, ideologisch.

Das Alte restaurieren oder das Neue forcieren? Es wird in jedem Fall signifikanter Investitionen bedürfen.

 
Wir sehen hier drei große Entwicklungen:

Die neuen Großen

Die großen Energieversorger für Strom, Wärme oder Energie für die Mobilität müssen sich mitsamt der verbundenen Lieferindustrie neu erfinden und ihre künftigen Marktfelder und Identitäten schaffen. Sie tragen einen Großteil der Verantwortung für die Versorgungssicherheit und werden daher auch in Zukunft wichtige Pfeiler der Energieversorgung bleiben. Die Transformationsprozesse hin zu einer realistischen Betrachtung der Märkte und deren nachhaltige Bewirtschaftung sind im operativen Geschäft der Energieversorger angekommen.

Die schnellen Kleinen

Wo die Großen langsam sind, wachsen die Kleinen. Denn die Vieldeutigkeit schafft Raum für Kreativität. Um uns herum erleben wir spannende Entwicklungen, die den Energiemarkt stetig erneuern: Das fängt bei der Demokratisierung intelligenter Technologie an und reicht bis zu neuartigen, crowd-basierten Finanzierungsformen.

Gute Geschäfte mit Synergie und Effizienz

Energieeffizienz im Bau, in der Energietechnik und für die Mobilität entsteht durch eine clevere Vernetzung. Dadurch bilden sich sinnvolle Symbiosen:

  • Biogas-Anlagen, die Gärtnereien heizen
  • Produzierende Industrie, die auch als Wärmelieferant fungiert
  • Private Puffernetze, die Lastspitzen der Industrie regional abfedern

Unser Beitrag: Investitionen sollen sich lohnen

Wir glauben an den Erfolg lernender Systeme. Denn von den vielschichtigen Erfahrungen dieser lokalen Projekte profitieren wiederum andere Regionen, weil sie erfolgreiche Lösungen adaptieren und das eigene Risiko minimieren können. Dieses dezentrale Lernen macht aus schwer kalkulierbaren Herausforderungen eine beherrschbare Aufgabe. In der Bosch Zukunftswerkstatt haben wir beispielsweise nach diesem Prinzip gemeinsam mit Experten aus verschiedenen Bereichen Szenarien, UserInterfaces und Prototypen für vernetzte Dinge und Dienste erarbeitet, die in zukunftsweisende Geschäftsfelder mündeten.

Case Studies