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Matthias Wagler

16.02.2007

Das neue Netz unterm Mikroskop – Part 1

Ob 2.0, 3.0 oder mit welcher Versionsnummer man das Web auch versehen mag, es existieren einige Strömungen im Web, die interessante Entwicklungen erahnen lassen. Inspiriert durch Nova Spivack’s Artikel über einige solcher „Technology Trends“ möchte diese in einer kleinen Serie unter dem Mikroskop betrachten. Spivack listet einige Trends, die wie z.B. Ubiquitous Connectivity, Open Technologies, Intelligent Web, etc. auf die ich in späteren Posts zurückkommen möchte. Zunächst einmal möchte ich die Liste um einige weitere Punkte ergänzen.

Punkt 1: Intuitve Kollaboration

Als Arbeits- bzw. Kollaboratioinsplattform wird das Netz stark an Bedeutung gewinnen. Online-Services wie Backpack (Projektverwaltung), Writeboard (Verteilte Texterstellung), Google Doc und viele andere mehr haben einen Status erreicht, bei dem man als Anwender den Web-Service bereits dem Desktop-Pendant (MS Word,MS Project, etc…) vorzieht.

Herkömmliche Arbeitsabläufe beschränkten sich bisher zum Großteil auf das verteilte Produzieren von geschlossenen Datei-Formaten. Diese wurden dann durch eMails untereinander ausgetauscht. Heutzutage arbeitet man eigentlich gleich direkt auf dem Server. Dieser trackt Veränderungen, verschlagwortet Dokumente, versioniert automatisch und verknüpft Dokumente intelligent, ohne dass man sich um Ordnung im lokalen Filesystem kümmern muss. Jeder der ein Writeboard mal mit Kollegen, Freunden, etc. zur Planung genutzt hat, weiß wovon ich spreche.

Waren es zunächst die gängigsten Applikationen (Texterstellung, Spreadsheets, etc.), die den Weg ins Netz antraten, sind es mittlerweile auch Anwendungen, die komplexere graphische Benutzeroberflächen benötigen. Wie wäre es mit einem Beispiel? Ok, das Mindmappen. Dienste wie MindMeister oder Bubble.us, die mit Schlagworten wie Real-Time-Brainstorming werben, ermöglichen das verteilte Verknüpfen von Gedanken.

Doch was macht diese Anwendungen zu Werkzeugen der intuitiven Kollaboration? Zum einen spielen dabei sicherlich neue User Interface Technologien wie Ajax und Flash eine tragende Rolle. Sie ermöglichen eine intuitivere Interaktion und somit mehr Akzeptanz beim verwöhnten Desktop-User. Zum anderen aber auch der Trend hin zur Einfachheit und zum bewussten Funktionsbeschränkung von Online-Anwendung.

Für eine Weiterentwicklung dieser Art der Zusammenarbeit spricht auch die Tendenz hin zur massenhaften Online-Kollaboration, wie sie Don Tapscott und Anthony D. Williams in ihrem Buch Wikinomics beschreiben:

„In the last few years, traditional collaboration in a meeting room, a conference call, even a convention center has been super-ceded by collaborations on an astronomical scale. Today, encyclopedias, jetliners, operating systems, mutual funds, and many other items are being created by teams numbering in the thousands or even millions.”
Don Tapscott und Anthony D. Williams

Mit Part 2 fortfahren.